Netzeweg 40
33689 Bielefeld-Sennestadt
Telefon 05205 91 28 0
SOFORTHILFE IM TRAUERFALL: 05205 91 28 0

BESTATTERGLOSSAR

A B D E F G H J K M N P R S T U V W Z

Einäscherung

Unter Feuerbestattung, auch Kremation, Kremierung oder Einäscherung genannt, versteht man die Veraschung einer Leiche. In Deutschland wird dieser Vorgang in Krematorien durchgeführt. Die Beisetzung der Überreste erfolgt gewöhnlich in einer Aschenkapsel. Die Feuerbestattung bedarf in Deutschland einer gesonderten Genehmigung. Insbesondere dürfen keine Zweifel an der Identität des Toten und an der Todesursache bestehen, da eine nachträgliche Untersuchung der Leiche (Exhumierung) nach der Verbrennung nicht mehr möglich ist. Daher erfolgt vor der Kremierung eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt.
Das Bielefelder Krematorium befindet sich auf dem Sennefriedhof.

Einbalsamierung/Thanatopraktische Versorgung

Bei der Einbalsamierung werden durch eine Art Dialyseverfahren die Körperflüssigkeiten gegen konservierende und desinfizierende Flüssigkeiten ausgetauscht. Hiermit erreicht man eine zeitlich begrenzte Konservierung des Verstorbenen, sodass eine offene Verabschiedung auch noch nach längerer Zeit möglich ist. Bei einer Überführung in und aus dem Ausland ist eine Einbalsamierung fast immer notwendig, sogar oft vorgeschrieben. Die thanatopraktische Versorgung darf nur durch einen zertifizierten Thanatopraktiker durchgeführt werden.

Einbetten/Einsargen

Bei der Einbettung wird der Verstorbene zu seiner letzten Ruhe in den Sarg gebettet. Wie der Begriff vermuten lässt, liegt der Verstorbene dabei wie in einem Bett mit dem Kopf auf einem Kopfkissen und der Unterkörper wird mit einer Decke bedeckt. Der Verstorbene kann eigene Bekleidung tragen oder aber auch ein Sterbehemd, den sogenannten Talar. W ir halten viele unterschiedliche Decken, Kissen und auch Talare bereit, aus denen Sie auswählen können.

Erbschein

Schon für die Bestattungskosten muss der Erbe in der Regel über die Bankkonten des Verstorbenen verfügen können. Diese notwendigsten Kostenbegleichungen können von den Konten sehr häufig noch bezahlt werden. Weitere und größere Abhebungen werden von den Banken ohne Erbschein nicht zugelassen.
Das Vermögen ist also so lange nicht verfügbar, bis das Nachlassgericht den beantragten Erbschein erteilt hat. Deshalb kann es ratsam sein, den Erbschein unverzüglich zu beantragen. Er wird auf Antrag vom Nachlassgericht (das zuständige Nachlassgericht befindet sich stets am letzten Wohnsitz des Erblassers) ausgestellt und ist eine amtliche Urkunde. Der Erbe kann mithilfe dieser Urkunde sein Recht auf den Nachlass nachweisen. Der Erbschein wird hauptsächlich benötigt gegenüber Behörden, Banken, Grundbuchämtern und weiteren Einrichtungen zur Sicherheit im Rechtsverkehr. Der Erbe benötigt in jedem Fall einen Erbschein, wenn eine Immobilie zum Erbe gehört oder wenn der Erbe bei der Bank die Verfügung von Geldbeträgen erreichen möchte.
Hinweis: Damit die fortlaufende Handlungsfähigkeit der Familie gesichert ist, kann vorsorglich eine Generalvollmacht über den Tod hinaus vom Erblasser eingerichtet werden.

Erdbestattung

Bei einer Erdbestattung wird der Sarg im Anschluss an die Trauerfeierlichkeiten von der Trauergemeinde zu der von den Angehörigen ausgewählten letzten Ruhestätte geleitet und dort in die Erde abgesenkt. Die Erdbestattung hat bei uns in Nordrhein-Westfalen lt. Bestattungsgesetz innerhalb von 8 Tagen zu erfolgen.
Informationen zu den unterschiedlichen Erdbestattungsgräbern erhalten Sie in der Rubrik Ratgeber im Untermenü Grabarten.

Exhumierung

Unter einer Exhumierung versteht man die Ausgrabung und Wiederbestattung eines Verstorbenen im selben Grab. Eine Exhumierung kann entweder durch die Staatsanwaltschaft oder die Polizei angeordnet werden, wenn ein Antrag der Berufsgenossenschaft, des Rentenversicherungsträgers, des Vormundschaftsgerichts oder der Lebens-/Unfallversicherung vorliegt.